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Golf - Boom am Achensee
Aus 9 Löchern werden 18, und das gleich zweimal
von Eduard Roth
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Zwischen Tirol und Bayern gibt es an den Enden des Achensees zwei Golfplätze, wie sie
verschiedener kaum sein können. Sie sind es wert, jeden einmal - und möglichst mehrmals -
zu spielen:
den Golfclub Achensee in Pertisau und den Golfclub Alpengolf in
Achenkirch.
"Achensee" liegt rund 1000 m hoch auf üppig grünen Almen inmitten eines Hochwalds von bis
zu mannsstarken Tannen, Fichten und Erlen. Die Fairways sind davon dicht gesäumt.
Viele dieser Prachtexemplare aber befinden sich unangenehmerweise auf den Schlagkorridoren zu den Grüns.
Dieser älteste Platz Tirols (siehe Bericht von P.Thelen unter
www.golfplus.de/platz/achensee) war 1934 gegründet worden mit - damals aus Platzgründen - nur neun Bahnen, aber als Novum mit neun
Doppel-Grüns (Herren 5.501 m, Damen 4.870 m, SSS/PAR 70 ).
Neu ist jetzt, dass die Verhandlungen, weitere neun Spielbahnen zu bauen, soweit
gediehen sind, dass mit dem Baubeginn noch in 2001 gerechnet wird und mit der
Fertigstellung 2003.
Die jetzigen Doppelgrüns werden dann jeweils zu einem Grün
verbunden und haben damit Dimensionen ähnlich denen des "Old Course"
in St.Andrews.
Den Platz "Achensee" kann man "schön", "schwer",
"kuschelig" oder "etwas Besonderes" bezeichnen. Das gilt
sicher 2003 für den dann kompletten Platz noch mehr. Eine Vorstellung von der
Gebirgsromantik bekommt man, wenn der Club-Ranger Reinhold Schweiger erklärt,
dass es dort Bereiche gibt, in denen im letzten Winter bis zu neun Meter Schnee
gelegen habe.
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Für "Achensee" gilt erfreulicherweise noch: Hinfahren, anmelden und sofort
abschlagen.
Quartiere sind in beliebiger Zahl und Preisklasse vorhanden. Parkplätze
gibt es auch genügend. Das beste Haus am Platze ist das "Fürstenhaus"
direkt am See mit vier Sternen und Preisen um DM 170,- pro Person im Doppelzimmer
mit Frühstücksbuffet und 5-Gänge-Abendmenü `a la carte.
Der Platz wird zu
rund 70 Prozent von Österreichern frequentiert, von Deutschen zu 20 Prozent und
dann Italienern, Engländern und Holländern. "Achensee" hat 440
Mitglieder.
Infos:Golfclub Achensee,
A-6213 Pertisau, Tel.: 0043-5243-5377, Fax: 0043-5243-6202
Während
man auf dem "Achensee" häufig "das Grün vor lauter Bäumen
nicht sieht", ist der Platz "Alpengolf" in Achenkirch genau das
Gegenteil |
Die neun Bahnen liegen auf einem Plateau hoch über dem Ort. Bis zum Baubeginn war
das Gelände praktisch baumlos und ist seit Spielbeginn in 2000 mit noch
niedrigen Laubbäumchen garniert worden.
Der Platz ist in der nur kurzen Zeit
seit Inbetriebnahme in einem sehr guten Zustand. Er erscheint auf dem ersten
Blick recht hügelig. Der Höhenunterschied der Fairways beträgt auf dem
Plateau jedoch nur 15 Meter. Etwas beschwerlicher allerdings ist der
"Anstieg" vom Clubhaus zum Tee 1 mit 32 Meter Höhendifferenz.
Die
Spieler, die damit Mühe haben, werden bei Bedarf kostenlos mit einem Buggy zum
ersten Abschlag gefahren.
Nahezu alle Fairways sind wellig oder haben Schrägflächen.
Für Flachlandgolfer
bringen solche Anforderungen eine völlig neue Erfahrung, für ambitionierte
Golfer ist dieser Platz ein "Leckerbissen". Gespielt werden aber kann
er von allen Leistungsklassen.
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Der schwierigste Schlag ist der vom 9.Tee auf ein 30 Meter tiefer liegendes Inselgrün,
rechts flankiert von einer Schrägfläche von 45 Grad, links zu 40 Prozent umrahmt von
einem Teich mit so klarem Wasser, dass man die Herstellernamen der zahlreichen
versenkten Bälle lesen könnte.
Bei zweimaliger Runde empfiehlt es sich, um den
beschwerlichen Anstieg ein zweites mal zu vermeiden, nach dem 8.Loch oben zu
bleiben, von 1 weiterzuspielen und am Ende zweimal zum Neunten hinunter
abzuschlagen.
Wegen der Nähe zum Naturschutzgebiet Karwendel könne es morgens schon einmal
geschehen, einen Hirsch auf einem Fairway zu sehen oder ein Reh auf der Driving-Range, erzählt Clubpräsident und -manager Johann Marschall.
Und er erwähnt mit Genugtuung, dass die Erweiterung des Platzes auf 18 Löcher
schon um vier Löcher gediehen sei und im Juli 2002 fertig gestellt sein werde.
Befragt nach dem Eigentümer war die Antwort: Marc Marschall, Unternehmer aus Wien, der
bisher 24 Millionen Schillinge
in diesen Club investiert habe. "Verwandtschaft?" "Ja, mein
Sohn". Im übrigen habe sein Enkel mit fünf Jahren das Golfspielen begonnen und heute mit 12 Jahren
Handicap vier.
Das ist nicht zuletzt ein Erfolg des bekannten Dipl. Golflehrers Rudi Knapp, der die
dem Club angeschlossene Golfakademie leitet.
Sie verfügt auch über
Indoor-Trainingsmöglichkeiten einschließlich Golfsimulator und Fitness-Aktivitäten.
Der Club hat bereits 190 Mitglieder, davon ca. dreiviertel aus dem Tegernsee-Tal.
Auch für diesen Platz gilt: Hinfahren, anmelden und jederzeit abschlagen.
Infos: Golfclub Alpengolf,
A-6215 Achenkirch 391, Tel.: 0043-5246-6604, Fax: 0043-5246-2134
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