Golfen am schönsten Ende der Welt,
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Neuseeland liegt rund 24 Flugstunden von Europa entfernt, am anderen Ende der Welt. Egal, ob Sie in östlicher oder westlicher Richtung fliegen. Wir haben uns für die Ostroute entschieden, mit Zwischenlandung in Kuala Lumpur, Malaysia. In Auckland angekommen, die strengen Einreisekontrollen überstanden ( z.B. wurden die Golfschuhe auf Sauberkeit überprüft ), nochmals eine gute Stunde ins Flugzeug nach Christchurch. Wir wollten unseren Urlaub auf der Südinsel beginnen. Unser Reiseziel: Land und Leute kennenlernen, Neuseelands-Natur-Schönheiten entdecken und golfen.
Gleich vorweg, Neuseeland ist ein Paradies für Golfer. Es gibt 404 Golfplätze, die Greenfees liegen zwischen 5,- und 110,- NZ-Dollar ( 1 NZ-Dollar = 0,50 ). Startzeiten weitgehend unbekannt. Man bemüht sich auch um eine Abschlagzeit für Sie, wenn einmal - eventuell Samstags - ein Turnier stattfindet. Doch nun der Reihe nach: Unsere Reise hatten wir als Campingreise mit dem Wohnmobil geplant. Eine gute Entscheidung, wie sich herausstellten sollte. Die Süd-Insel
In Christchurch angekommen haben wir erst drei Nächte im Hotel geschlafen, zur Eingewöhnung (Jetlag), nach dem langen Flug sehr zu empfehlen. Am dritten Tag, erfolgte die Übernahme des Wohnmobils (unbedingt über Ihr Reisebüro vorbuchen). Christchurch, die größte Stadt der Südinsel mit ca. 300.000 Einwohnern, ist eine lebendige, sehenswerte Stadt. 2 3 Tage sollten Sie dafür schon einplanen. Es gibt hier ja auch eine ganze Reihe sehr guter Golfplätze. Wir spielten: Dann ging es los in die Umgebung. Empfohlen wurde uns der neue Golfcourse Clearwater Ressort, dieser war aber leider, wegen eines internationalen Turniers, für einige Tage gesperrt. Eine Ausnahme auf unserer Reise, sonst hatten wir Glück und auch ohne Voranmeldung immer eine Startzeit bekommen. Der Linksverkehr bereitete mir keine Probleme. Also, fuhren wir kurz entschlossen weiter ins Gebirge, Richtung MOUNT HUTT. Auf halber Strecke, der neue Resort-Golf-Platz Terrace Downs. Der Lake TEKAPO, ein über 60 km langer See, war unser nächstes Ziel. Von Gletschern gespeistes, smaragdgrünes Wasser, aber mit 5 6 Grad auch im Hochsommer kein Bade-See. Golf hatte Pause, die Naturschönheiten kamen zu ihrem Recht. Eine beeindruckende Bergwelt, rund um den See, im Hintergrund der schneebedeckte MOUNT COOK. Bei schönem Wetter ein besonders lohnender Abstecher, der Ausflug nach Mount Cook, dem Bergort am Fuße des 3.764 m hohen, gleichnamigen Bergriesen.
Zurück zur Küste und weiter Richtung Dunedin, der zweitgrößten Stadt der Südinsel. Auf dem Weg dorthin, spielten wir in OMARA den GC Othago North, einen interessanten Parklandcourse. Für Duniden, der Stadt mit dem schottischen Flair, sollten Sie als Golfer 2 3 Tage einplanen. Zum einen verdient die Stadt einen Besuch, die Mainstreet ist eine Augenweide, zum anderen, sollten Sie die Othago Halbinsel besuchen. Die Gelbaugenpinguin und die AlbatrossKolonien muss man gesehen haben! Und als zweites, für den GC St. Clair, halb Parkland-, halb Linkscourse. Dieser 1905 eröffnete Championship-Course, bestens gepflegt, direkt an der Küste, in einer spektakulären Landschaft gelegen, war auch schon Gastgeber großer internationaler Events. Nicht umsonst hat im vergangenem Jahr Mercedes hier die Werbefotos, zur Vorstellung der neuen Modelle, geschossen. Von Invercargill ging es nun weiter Richtung Te Anau und dem berühmten Milford Sound. Die Landschaft um Te Anau, die Berge, der Lake und die Ruhe, sind Erholung pur.
Auf der Rückfahrt, konnten wir beim Homer-Tunnel auch die Keas sehen. Bis zu 50 cm große, verspielte Vögel, die besonders den Gummi von Autodichtungen lieben. Also Achtung!
Nächstes Ziel: Queenstown, eine lebenslustige Stadt am Wakatipu Lake. An der Kawarau-Bridge wurde der Bungee Jump erfunden. Heute bietet Queenstown alles was den Adrenalinspiegel zum steigen bringt. Vom Schlauchboot Rafting bis zu den Jet Boat Trips, vom Gleitschirm-Tandem-Sprung bis zum Motorrad Trip durch verlassene Goldgräbergegenden, usw. Und Golf? In der Stadt mit dem unvergleichlichem Panorama und Flair sollte man den GC Queenstown spielen. Im Vorort Kevin Heights liegt er auf einer Halbinsel, von der Stadt aus auch mit einem Fährboot erreichbar. In meiner Erinnerung sind vor allem, die unbeschreiblich schönen Ausblicke auf Berge und Lake geblieben. Greenfee: 40,-/20,-.
Diesen Course möchte ich morgen nochmals spielen. Dem ist nichts hinzuzufügen. Greenfee: 110,-/60,-.
Greenfee: 45,-/20,-. Die nächsten Tage waren ohne Golf. Die Fahrt über den berüchtigten Haast Pass (der vor allem im Herbst/Frühjahr, wegen überraschender Wintereinbrüche, oft tagelang gesperrt ist), eine Regenwald-Wanderung beim Lake Moraki (ca. 2 Std.) oder der kleine Ausflug zum Franz Josef Gletscher (ca.1 Std.), bleiben uns unvergesslich.
Auf dem Weg nach Westport liegen die bekannten Pancake Rocks (Pfannkuchen Felsen), eine beeindruckende Laune der Natur. Weiter führt uns der Weg nach Nelson. Die Fahrt haben wir in Motueka zu einer Golfrunde auf dem einfachen, aber spielenswerten Platz des GC Motueka unterbrochen. In Nelson angekommen, standen zwei Links-Course zur Auswahl, wir spielten beide: Den GC Nelson, 1897 eröffnet, an der Tasman-See gelegen. Ein Champion-Course mit einigen spektakulären Spielbahnen, aber leider sehr nahe am Airport. Und den GC Greenacres, etwas außerhalb, Richtung Motueka, in sehr ruhiger Umgebung, bestens gepflegt. Bevor wir nun nach Picton zur Fähre mussten (Fähre zur Nordinsel unbedingt vorbuchen), hatten wir noch Zeit, um zum Whale-Watching, nach Kaikoura zu fahren. Der Ausflug zum Ski/Bade-Ort nach Hanmer Springs hat sich golferisch nicht gelohnt, das Baden in den heißen Quellen dagegen schon. Im größten Weinanbaugebiet-Neuseelands, rund um die Sonnenstadt Blenheim, haben wir zum Abschluss unserer Südinseltour noch den Linkscourse des GC Rarangi gespielt. Nun also nach Picton auf die Fähre und zur Nordinsel. Achtung: Ein Wohnmobil dürfen Sie auf der Fähre mitnehmen, einen PKW müssen Sie auf der Südinsel zurücklassen. Bei Ankunft in Wellington gibt es dann einen neuen Leihwagen! Wir haben die Südinsel in den letzten Wochen lieben gelernt. Die Freiheit, die grandiose Natur hat uns schon sehr beeindruckt. Ein Tipp: Bei der Reiseplanung unbedingt eine Woche mehr Zeit für die Südinsel, als für die Nordinsel einplanen.
Die Nord-Insel
Nach drei Stunden ruhiger Überfahrt, erreichten wir Wellington, die Hauptstadt New Zealands. Wir waren in einer anderen Welt. Hektik und Geschäftigkeit bestimmten das Geschehen. Gott sei Dank mussten wir gleich nach Paraparaumu weiterfahren, denn wir hatten für den nächsten Tag, einem Samstag, um 9 Uhr eine Abschlagszeit. Glücklicherweise nahm die Hektik nach 20 30 km auch wieder ab. Der Golf-Linkscourse von Paraparaumu, Schauplatz der NZ-Open 2002, ist schon eine besondere Herausforderung. Belegte doch Tiger Woods 2002 hier nur den sechsten Rang. Der Platz, in den fünfziger-Jahren gebaut, ist inzwischen leider total von Häusern umgeben.
Palmerston North war unser nächstes Ziel. Der hochgepriesene Golfplatz hat uns ingesamt enttäuscht. Jetzt mussten wir entscheiden, Weiterfahrt über Hastings/Napier oder über die Nationalparks nach Taupo. Mit dem Eintreffen in Taupo, am gleichnamigen Lake (Angler aufgepasst, der See ist für seine Forellen berühmt) kamen wir in das bekannte Vulkan/Thermal Gebiet von NZ. Hier bebt die Erde, meist von den Menschen unbemerkt, noch einige 100mal im Jahr. Ein Ausbruch des Mount Ruapehu oder des Mount Ngauruhoe wird von Experten nicht ausgeschlossen, aber wann?
Einmal Golf: Der GC Wairakei International, ein Muss. Der, vom englischen Architekten John Harris gestaltete Platz, ein Course der Extra Klasse. 1997 umgestaltet ist er heute eines der Aushängeschilder der NZ-Golfplätze. Wir hatten Glück, zwei Tage nachdem wir gespielt haben wurde er für ein PGA-Senior-Turnier für eine Woche gesperrt. Der 27 Loch-Course des GC Rotorua Arikikapakapa liegt mitten in Thermalgebiet von Rotorua. Der 18 Loch-Platz ist von der vulkanischen Aktivität in diesem Gebiet weitgehend unberührt. Jedoch der 9 Loch Thermal-Course ist mit Vorsicht zu genießen. Hier kann der Ball schon leicht in einem der brodelnden Schlammlöcher verschwinden oder ein Green wird an einer Stelle über Nacht braun und aus kleinen Löchern tritt heißer Dampf aus. Greenfee: 55,-/30,-.
Einmal Schafzucht: Die Rainbow Farm, nahe Rotorua, zeigt die Arbeit der Farmer, unter anderem auch wie blitzschnell ein Schaf geschert wird.
Beeindruckend sind auch die Hirtenhunde, blitzschnell reagieren sie auf die verschiedenen Pfeifsignale ihrer Herren, sie beherrschen ihre Schafe wirklich. Nun wollten wir mehr golfen, auf den bekanntesten Plätzen der Coromandel-Halbinsel. Als es etwas trockener wurde spielten wir den GC Maramarua, ca. 50 km vor Auckland an der A1. Ein ansprechender Platz, aber wegen der Hauptstrasse bei einigen Löchern leider etwas laut. Weiter ging es Richtung Bay of Island. An einem Sonntag konnten wir problemlos Auckland durchqueren. Werktags soll man für die ca. 30 km lange Strecke ungefähr drei Stunden einplanen, sagte man uns, denn es gibt nur einen Haupt-Weg in den Norden, die Harbour-Bridge. Auf der Fahrt nach Russels, im Herzen der Bay of Island hat uns nochmals der Regen erwischt. Geplante, aber nicht gespielte Golfplätze: GC Waipo und GC Whangarei. Gott sei Dank wurde das Wetter wieder besser und damit auch unsere Stimmung. Wir konnten wieder golfen! Wir kamen nach Paihia/Waitangi, dem geschichtsträchtigen Ort, in dem am 5. Februar 1840 der Vertrag zwischen, den Ureinwohnern Neuseelands, den Maori und den Engländern über die Eingliederung von Neuseeland in die englische Völkergemeinschaft, unterschrieben wurde. Zum Andenken an dieses Ereignis wird jährlich der 5. Februar festlich begangen.
Auf dem Gelände des Waitangi National Reserve befindet sich auch der gleichnamige Parklandcourse des GC Waitangi. Dieser sehr gepflegte Course ist ein besonderes Erlebnis. Ein Abschlag beispielsweise liegt nur wenige Meter neben dem Treaty House, in dem der Vertrag unterzeichnet wurde. Tipp: zum Essen ins Bistro 40 in Paihia gehen, hervorragende Meeresfrüchte! Nur wenige Kilometer entfernt befindet sich der Platz des GC Kerikeri. Ein 25 Jahre alter Parklandcourse, der mit zu den Besten zählt. Wer sich schon einmal mit dem Thema Golf in New Zealand befasst hat wartet nun bestimmt auf das Aushängeschild der NZ-Golfplätze Kauri Cliff. Leider haben wir diesen Platz nicht gespielt, ja wir durften ihn, trotz aller Bemühungen, nicht einmal besichtigen. Die Zufahrt ist mit einer Schranke versperrt. Kammeraüberwachung! Ohne Tee Off Time - kein Einlass! Abschlagszeit kann bzw. darf man aber nur telefonisch reservieren. Wartezeit 3 bis 4 Wochen sind normal. Nun näherte sich unsere Reise leider schon langsam dem Ende. Entlang der West- Küstenstrasse, bewunderten wir den letzten Kauri Wald und besuchten das Kauri Museum. Wenn man vor einem mehr als 2000jährigen Baumriesen steht, gehen einem schon viele Gedanken durch den Kopf und man fragt sich, ob wir Menschen in der Vergangenheit alles richtig gemacht haben. Zum Abschluß unserer Golfreise wollten wir noch die bekannten Golfplätzen des GC Gulf Harbour und des GC Formosa in Auckland kennenlernen. 50 km vor Auckland machten wir in Muriwai Bay Station, hier entdeckten wir, neben einer großen Vogel-Kolonie auch noch einen herrlichen Linkscourse. Bestens designed, bestens gepflegt. Wie sich herausstellte, ein guter Tipp. Der GC Titirangi, liegt in den südlichen Außenbezirken Aucklands, nahe dem Internationalen Flughafen.
Beim GC Pukekohe spielten wir unsere Abschlussrunde, ein echter Geheimtipp. Kein großer Name, aber ein großer Platz. Und, nur ca. 30km vom internationalen Flughafen entfernt. Sie werden sich sicher schon gewundert haben, warum ich immer zwei Greenfee-Preise genannt habe. Die Auflösung: In Neuseeland kennt man bei allen Clubs, für affiliated und non affiliated Member unterschiedliche Greenfee-Preise. Diese Preis-Unterschiede sind, wie Sie ja selbst sehen können zur Teil gravierend. Der Golfclub Rarangi in Blenheim bietet Ihnen eine einjährige Gastmitgliedschaft zum Preis von Weitere Info: Paul Lucas
New Zealand Golf Guide Fazit: Die Reise, nach Neuseeland, ans schönste Ende der Welt, war für uns ein ganz, besonderes Erlebnis.
Noch ein Tipp zum Schluss: |
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